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<title>Conclusio Blog</title>  
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<description>Beschreibung des News-Feeds</description>  
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	<title>Conclusio</title>  
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	<title><![CDATA[Brief eines ungenannten weil unbekannten Herausgebers]]></title>  
	<link>http://www.conclusio.at/de/comm_log_detail.asp?F_THEMA_ID=98</link>  
	<description><![CDATA[
<p>Sehr geehrter Herr Grass! </p><p>&nbsp;</p><p>Herzlichen Dank f&uuml;r die &Uuml;bermittlung Ihres Textes. Leider k&ouml;nnen wir Ihr Angebot, ihn zu ver&ouml;ffentlichen, nicht annehmen, da es unsere Redaktionspolitik widerspricht, Gedichte im tagespolitischen Kontext zu publizieren.</p><p>Ungeachtet dessen wissen wir Ihr Ansinnen als Zeichen der Wertsch&auml;tzung f&uuml;r die Qualit&auml;t und die Bedeutung unseres Blattes zu w&uuml;rdigen. </p><p>Hochachtungsvoll </p><p>N.N.<br />Herausgeber </p><p>P.S.: Erlauben Sie mir, da ich Sie insbesondere als Romancier schon seit Jahrzehnten verehre, einige pers&ouml;nliche Anmerkungen hinzuzuf&uuml;gen.</p><p>Unsere Entscheidung war in diesem speziellen Fall innerredaktionell durchaus nicht unumstritten. Ein wichtiges Argument der Bef&uuml;rworter war die nationale und internationale Beachtung, die eine solche Ver&ouml;ffentlichung zweifellos finden und von der auch unser Blatt profitieren w&uuml;rde.</p><p>Letztlich hat aber genau dieses Argument zu unserem Entschluss gef&uuml;hrt, Ihren Text abzulehnen.  Das Thema, das Sie behandeln, ist ernst und in sich bereits derma&szlig;en komplex, dass es keiner Befrachtung durch weitere Diskussionsebenen ausgesetzt werden sollte. Eine Meinungs&auml;u&szlig;erung in Gedichtform eines deutschen Literaturnobelpreistr&auml;gers mit Ihrer Biografie w&uuml;rde aber genau das bef&uuml;rchten lassen. </p><p>Ich will hier keine unangemessenen Vergleiche ziehen, aber denken Sie doch nur daran, dass Ihr Werk &bdquo;Die Blechtrommel&ldquo; zwar ein die Weltliteratur in hohem Ma&szlig; befruchtet aber gleichzeitig dazu gef&uuml;hrt hat, dass Aalgerichte nahezu v&ouml;llig von den Speisekarten der Gastronomie im deutschsprachigen Raum verschwunden sind. Oder dass nach Erscheinen des &bdquo;Butt&ldquo; bei Essenseinladungen in literarisch auch nur m&auml;&szlig;ig bewanderten Kreisen allzu oft mit Pflaumen gef&uuml;lltes Herz serviert wurde (Das mag aber mein pers&ouml;nliches Trauma sein.). </p><p>Kurz: Die Ver&ouml;ffentlichung w&uuml;rde weitreichende Nebenwirkungen hervorrufen, f&uuml;r die unser Haus nicht mitverantwortlich sein kann. </p>
   ]]></description>
	<pubDate>So, 15 Apr 2012 00:00:00 +0000</pubDate>  
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<item>  
	<title><![CDATA[Faymanns fulminanter Fehlstart]]></title>  
	<link>http://www.conclusio.at/de/comm_log_detail.asp?F_THEMA_ID=97</link>  
	<description><![CDATA[
<div><strong><em>Hätten Faymann und Co. keinen Facebook-Superstart hinlegen wollen, wäre er wahrscheinlich besser gelungen.</em></strong></div><div><strong><em></em></strong></div><div></div><div><a target="_blank" href="http://www.facebook.com/bundeskanzlerfaymann?sk=wall">Bundeskanzler Werner Faymann</a>  und sein Team machen alles richtig. Sie benutzen Social Media, um mit der Bevölkerung direkt zu kommunizieren. Sie legen offen, warum sie es tun, wie sie sie es tun und wer es tut. Die <a target="_blank" href="http://www.facebook.com/bundeskanzlerfaymann?sk=app_298978750119717&app_data=dlt">Netiquette</a> ist so verfasst, dass man vermuten kann, sie sei mit dem Verfassungsdienst unter Zuziehung eines externen Experten für Internet-Recht abgestimmt worden. Aber ein Bundeskanzler darf sich absichern, wenn er sich Social Media aussetzt.</div><div>Die Community und die Kommentatoren der traditionellen Medien spenden dafür aber wenig Lob. Das könnte daran liegen, dass in den Facebook-Auftritt ein grundlegender Bug eingebaut ist.</div><div>Der Start wurde symbolträchtig am österreichischen Nationalfeiertag regelrecht zelebriert. Bereits im Vorfeld berichteten die traditionellen Medien in einem Maß, das dem Ereignis nicht angemessen ist. Eine große Zahl von Politikern nutzen Facebook. Man muss da gar nicht auf Web-affine Grün-Politiker oder Barack Obama zurückgreifen. Die Auswahl an Kanzlern, Ministern und Parlamentariern ist reichhaltig. <a target="_blank" href="http://www.facebook.com/AngelaMerkel">Angela Merkel</a><strong> </strong>etwa ist März 2009 auf Facebook zugange.</div><div>Die Überinszenierung des Faymann-Starts hat einen Druck erzeugt, der es unmöglich machte zu üben, Fehler zu begehen und unauffällig zu korrigieren. Ungebetene Beratungen (auch diese) begleiten das Projekt. Dass der österreichische Kanzler seine Facebook-Seite nicht alleine befüllt (ganz anders als <a target="_blank" href="http://www.facebook.com/barackobama">Obama</a>,  Merkel und der norwefische Ministerpräsident <a target="_blank" href="http://www.facebook.com/jensstoltenberg">Stoltenberg</a>) und dass damit Kosten verbunden sind, entwickelt sich zum Leitmotiv in der Symphonie der Häme.</div><div>Ja und natürlich ist die Facebook-Seite auch ein bisschen fad. Weil Faymann auch keine Foto vom EU-Gipfel hochlädt, auf dem Sarkozy mit angeekeltem Gesicht spanischen Rotwein trinken muss, und nicht schnell die Nachricht absetzt, dass Van Rompuy gegen Mitternacht eine Pinkelpause angeordnet hat.</div><div>Und dann noch Werner Failmann, der die Gunst der Stunde nutzt, um auf Twitter, Facebook und in brav reportierenden klassischen Medien in Till-Eulenspiegel-Manier einen Satire-Coup zu landen. Er (und sein „Team“) darf bzw. dürfen das in Zeiten der Transparenz ungestraft anonym tun, als ob es sich ein regimekritisches Blog aus Damaskus handelte, dessen Verfasser stündlich vom syrischen Geheimdienst abgeholt werden könnten. Zusätzlichen Applaus gibt es für den Gewinn im sinnfreien Wettbewerb der meistgelesenen<strong> </strong><a target="_blank" href="http://www.ots.at/suche/?query=failmann&qo=&mousepos=over&x=0&y=0&inhalte=alle&from=30.07.2011&to=30.10.2011">ots-Meldungen</a>.</div><div>Aber Failmann wird (falls sich dahinter nicht Laura Rudas oder Wolfgang Schüssel verbirgt) bald so lustig gewesen sein wie jedes Internet-Strohfeuer. Und auch der fulminante Fehlstart von Bundeskanzler Werner Faymann gerät wohl bald in Vergessenheit. Dann wird diese Seite so wichtig sein wie, sagen wir einmal, die des deutschen Gesundheitsministers <a target="_blank" href="http://www.facebook.com/bahrdaniel">Daniel Bahr</a> mit ihren knapp 4.800 Fans. Also keineswegs unwichtig.</div><div></div><div></div>
   ]]></description>
	<pubDate>So, 30 Okt 2011 00:00:00 +0000</pubDate>  
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	<title><![CDATA[Falter-Medienexperte Petzner erklärt den feinen Unterschied]]></title>  
	<link>http://www.conclusio.at/de/comm_log_detail.asp?F_THEMA_ID=96</link>  
	<description><![CDATA[
<p>Wenn Stefan Petzner, Nationalratsabgeordneter des BZ&Ouml;, im <a target="_blank" href="http://www.falter.at/">Falter</a> publizistisch gew&uuml;rdigt wird, dann am ehestesten als <em>&bdquo;Dolm der Woche&ldquo;.</em> Wenn Petzner allerdings etwas sagt, das dem Falter zupass kommt, kann er auch zum Experten der Woche werden. F&uuml;r die Ausgabe 42/11 des Falter ist ihm das gelungen: <em>&bdquo;Facebook und Twitter haben ein unterschiedliches Publikum, Facebook ist die Kronenzeitung des Internets. Twitter ist der Falter&ldquo;,</em> zitiert ihn der Falter nicht nur in einem Beitrag &uuml;ber das (k&uuml;nftig) verst&auml;rkte Engagement von Bundeskanzler Werner Faymann auf Facebook, das Petzner-Zitat ziert auch die Aufschlagseite des &sbquo;Medien&ldquo;-Teils.</p><p>Quantitativ ist der <a target="_blank" href="http://www.finanzpraxis.com/2011/07/social-media-nutzerzahlen-facebook-twitter-osterreich/">Vergleich</a> angemessen: Rund 2,6 Millionen Facebook-Nutzer versus 50.000 Twitter-Accounts entsprechen 2,764 Millionen Krone-Leser versus 102.000 Falter-Lesern (<a target="_blank" href="http://www.media-analyse.at/studieDetail.do?year=2010">Media-Analyse 2010</a>) ganz gut. Inhaltlich ist er irref&uuml;hrend. Gro&szlig;e Social Media-Plattformen sind keine &bdquo;Medientitel&ldquo; sondern entsprechen eher gro&szlig;en Bibliotheken, in denen sich die Benutzer nach Bedarf bedienen und (im Gegensatz zu Bibliotheken) diese bedienen. Auf Facebook und auf Twitter findet man Belangloses und Bedeutendes, Kunst und Krempel. Auf Facebook gibt es nur von allem mehr. Um im Selbstbild des Falter zu bleiben: Man kann sich durch die Wahl seiner Verbindungen Facebook und Twitter als Falter, als Kronenzeitung und alles jedes andere Medium seiner Wahl gestalten.</p><p>Nat&uuml;rlich gibt es systemimmantente <a target="_blank" href="http://lernspielwiese.wordpress.com/2011/06/06/kleine-aber-feine-unterschiede-frisch-aggregiert/">Unterschiede</a>, auf die hier nicht eingegangen werden muss. Denn mit den Unterschieden zwischen Kronenzeitung und Falter haben die aber herzlich wenig zu tun.</p><p>&nbsp;</p>
   ]]></description>
	<pubDate>So, 23 Okt 2011 00:00:00 +0000</pubDate>  
</item>  


<item>  
	<title><![CDATA[Presserat: Entscheidungen als Ratespiel]]></title>  
	<link>http://www.conclusio.at/de/comm_log_detail.asp?F_THEMA_ID=95</link>  
	<description><![CDATA[
<div> Vorweg: Gut, dass es den Österreichischen <strong><a target="_blank" href="http://www.presserat.at/">Presserat</a></strong> seit dem Jahr 2010 (wieder) gibt. Aber es gibt wohl noch <a target="_blank" href="http://derstandard.at/1295570926685/Neuer-Presserat-Presse-Chefredakteur-fordert-Aenderungen-ein">Verbesserungsbedarf,</a> wie Presse-Chefredakteur Michael Fleischhacker bereits im Jänner 2011 diagnostizierte. Ein zentraler Kritikpunkt ist die Veröffentlichungs-Politik. So wurde die erste Entscheidung in der Causa Rechnungshofpräsident Josef Moser vs. „Österreich“ zwar rasch getroffen, aber nicht einmal den Betroffenen informiert, weil Österreich sich dem Schiedsgericht nicht unterworfen habe, wie der zuständige Senatssprecher <a target="_blank" href="http://relevant.at/wirtschaft/medien/58878/presserat-hat-erstmals-entschieden.story">Helmut Spudich</a> sagte, nicht ohne diese Situation als unbefriedigend zu kritisieren.</div><div> </div><div>Nun ist der <a target="_blank" href="http://www.presserat.at/rte/upload/pdfs/taetigkeitsbericht_2010.pdf">Tätigkeitsbericht 2010</a> des Presserats erschienen. Ab Seite finden sich dort auch die ersten anonymisierten Entscheidungen. Auch die „Dr. M*** gegen die Tageszeitung Ö***“. Wer ist jetzt wer, rätselt man. Was die P’s in der Causa „Dr. P*** gegen die Tageszeitung P*** bedeuten, wird man ebenso wenig herausfinden. Und schon gar nicht, welches Medium sich hinter der Tageszeitung K*** verbirgt, gegen das im Fall „Nacktes Fotomodell im Freizeitkurier“ (Titel aus dem Bericht) übrigens kein Verfahren eingeleitet wurde, zumal die Darstellung laut Entscheidung <em>„verhältnismäßig harmlos war und das Fotomodell</em></div><div><em>Sicherlich ihre Zustimmung zur Veröffentlichung des Bildes gegeben hat“.</em></div><div> </div><div>Jetzt heißt es also raten. Aber bitte vorher nicht auf die <a target="_blank" href="http://www.rechnungshof.gv.at/aktuelles/ansicht/detail/presserat-oesterreich-artikel-ueber-praesident-moser-grobe-verletzung-des-ehrenkodex.html">Website des Rechnungshofs</a> schauen. Das wäre unfair. </div><div></div><div></div>
   ]]></description>
	<pubDate>Fr, 08 Apr 2011 00:00:00 +0000</pubDate>  
</item>  


<item>  
	<title><![CDATA[Wir können nicht mehr.]]></title>  
	<link>http://www.conclusio.at/de/comm_log_detail.asp?F_THEMA_ID=94</link>  
	<description><![CDATA[
<div>Wir k&ouml;nnen nicht mehr. Selbst Sascha Lobo, der deutsche Social Media Apologet mag nicht mehr &uuml;berfordert sein, vom Dauerfeuer der Informationsfetzen, der Spekulationsrudimente, des absurden Politikaktionismus.</div><div></div><div>&bdquo;Etwa 48 Stunden nach Beginn des gesamtmedialen Ausnahmezustands, irgendwann zwischen dem 250. YouTube-Video fortgeschwemmter H&auml;user und der zehnten Vielleicht-Kernschmelze samt Dementi war mein absolutes Verst&ouml;rungsmaximum erreicht&ldquo;, schreibt in einem <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,751209,00.html">Online-Essay</a>.</div><div></div><div>Das Unbehagen nimmt zu. Ernst Sittinger, medienkritischer Journalist der Grazer Kleinen Zeitung, <a target="_blank" href="http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/japan/2700734/ratlosigkeit-reizueberflutung-berichterstattung-zum-super-gau.story">beschreibt </a>die &bdquo;Reiz&uuml;berflutung und Ratlosigkeit&ldquo; die alle befallen hat, Medienkonsumenten, klassische Medien und ebenfalls schon l&auml;ngst klassisch gewordene Online-Medien, Blogger, Facebook- und Twitter-Publizisten.</div><div></div><div>Wir alle wollen irgendwas nicht: Wir sind gegen die Atompolitik und gegen die Informationspolitik. Wir wissen, dass die Katastrophe 10.000 Kilometer (aus mitteleurop&auml;ischer Sicht) stattfindet, und h&auml;tten doch gerne Kaliumjod-Tabletten daheim, auch wenn wir wissen dass die nicht nur unn&ouml;tig, sondern sogar gef&auml;hrlich sind.</div><div>Wir wissen, dass es undenkbar ist, Atomkraftwerke von einem auf den anderen Tag abzustellen und dass die Wahrscheinlichkeit, dass in einem AKW in Slowenien, der Slowakei oder Deutschland gerade jetzt ein Unfall passiert, durch das Ungl&uuml;ck in Japan statistisch nicht g&ouml;&szlig;ere (aber nat&uuml;rlich auch nicht kleiner) geworden ist.</div><div></div><div>Unsere F&auml;higkeit, geografische Distanzen, Zeitr&auml;ume und statistische Gr&ouml;&szlig;en realistisch zu sp&uuml;ren, ist v&ouml;llig aus dem Lot geraten. Das Richtige zu wissen und zu denken, hilft nichts. Vielleicht lernen wir irgendwann einmal die Distanzlosigkeit, die moderne Medientechnologien und die Medienlogik mit sich bringen, angemessen zu verarbeiten. Jetzt k&ouml;nnen wir es einfach (noch) nicht.</div><div></div><p>Selbstverst&auml;ndlich fallen mir L&ouml;sungen ein: Ich verweigere mich den Betroffenheitsreportagen, die Reporter aus aller Welt &bdquo;live&ldquo; und vor Ort produzieren. Ich verzichte darauf, mir einen virtuellen &bdquo;Atomkraft-nein-danke&ldquo;-Sticker auf mein virtuelles Profilbild auf Facebook zu pappen. Ich erinnere mich daran, dass wir vor nicht allzu langer Zeit, als die Gasversorgung aus Russland nicht funktionierte, wir dar&uuml;ber debattiert haben, auf Gaskraftwerke zu verzichten. Ich muss nicht alles sofort wissen. Ich schlichte die Informationen, lasse mir die Relevanz nicht aufzwingen &hellip;</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><div>Halt, ich muss jetzt aufh&ouml;ren. Mein iPad macht Ger&auml;usche. Breaking News von CNN.</div>
   ]]></description>
	<pubDate>Do, 17 Mrz 2011 00:00:00 +0000</pubDate>  
</item>  


<item>  
	<title><![CDATA[Pressefreiheit war gestern]]></title>  
	<link>http://www.conclusio.at/de/comm_log_detail.asp?F_THEMA_ID=93</link>  
	<description><![CDATA[
<div>Zum Start der ungarischen EU-Pr&auml;sidentschaft gab es doch diese heftige Diskussion um das Ende der Pressefreiheit.</div><div></div><div><em>&bdquo;The proposed law, if passed, would seriously endanger freedom of the press by creating room for a subjective judgment about any individual news story and penalise publishers and editors through government-controlled regulatory bodies. The proposal could dramatically limit objective news media &hellip;&ldquo;,</em> hie&szlig; es dazu in einer <a target="_blank" href="http://www.wan-press.org/article18748.html">Resolution</a> der World Organisation of Newspapers (WAN).</div><div></div><div>&bdquo;Bereits seit dem Sommer war das umstrittene Projekt in Arbeit. F&uuml;r internationale Aufregung sorgte das dreiste Gesetz da noch nicht. Jetzt erst, im Winter, folgt die Kritik &ndash; und wird zum Sturm. Offenbar reicht der Eingriff in die Medienfreiheit nicht aus. Es braucht schon eine EU-Ratspr&auml;sidentschaft, um eine &Ouml;ffentlichkeit f&uuml;r das zu schaffen &hellip;&ldquo; schrieb Alice Bota dazu in der <a target="_blank" href="http://www.zeit.de/2011/01/01-Pressefreiheit-Europa">Zeit</a>. Und prognostizierte: <em>&bdquo;In kommenden Halbjahr wird Ungarn auf europ&auml;ischer B&uuml;hne stehen. Die B&uuml;hne k&ouml;nnte zum Pranger werden.&ldquo;</em></div><div><em></em></div><div>Wurde sie nicht: Bereits Mitte Februar war der Konflikt mit der Europ&auml;ischen Kommission offiziell beigelegt. Nachdem Ungarn sich dazu bereiterkl&auml;rt hatte, ausl&auml;ndische Medien weitgehend ungeschoren zu lassen, falls diese sich an das Gesetz halten (!), begrub die Kommission das Kriegsbeil. Die Befugnisse der &bdquo;allm&auml;chtigen&ldquo; (<a target="_blank" href="http://www.budapester.hu/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=7182&amp;Itemid=134">Budapester Zeitung</a>) Medienbeh&ouml;rde NMHH blieben vollinhaltlich bestehen. An der Aufwertung der staatlichen Nachrichtenagentur MIT zum <a target="_blank" href="http://www.budapester.hu/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=7347&amp;Itemid=89">&bdquo;Informationsmonopolisten&ldquo;</a>&nbsp; (Medienexperte Olaf Steenfadt) wird nicht ger&uuml;ttelt.</div><div></div>Drei Monate und drei Revolutionen (Tunesien, &Auml;gypten, Libyen) sp&auml;ter ist die ernsthafte Gef&auml;hrdung der ungarischen Medienfreiheit kein Medienthema mehr. Weil sie nie in Gefahr war? Weil die Medien keine Zeit mehr haben, sich darum zu k&uuml;mmern? Oder weil die Medienkonsumentinnen und -konsumenten sich nicht f&uuml;r Medienfreiheit interessieren &hellip;?
   ]]></description>
	<pubDate>Fr, 04 Mrz 2011 00:00:00 +0000</pubDate>  
</item>  


<item>  
	<title><![CDATA[Social Media live]]></title>  
	<link>http://www.conclusio.at/de/comm_log_detail.asp?F_THEMA_ID=92</link>  
	<description><![CDATA[
<div>Hat man am 24. J&auml;nner 2011, kurz vor 16 Uhr mitteleurop&auml;ische Zeit den Suchbegriff &bdquo;Moscow&ldquo; auf <a target="_blank" href="http://twitter.com">Twitter</a> eingegeben, fand man dort nicht nur die Kurzmeldungen &uuml;ber das &ndash;vermutete &ndash; Selbstmordattentat von CNN, BBC, New York Times, Reuters &hellip; sondern auch die Meldung zahlreicher Privatpersonen, die diese Nachrichten weitergeleitet und damit vervielfacht haben.</div><div>Und wir fanden auch Tweets, die &uuml;ber das soziale Netzwerk weitere Nachrichten angefordert haben:</div><div>&nbsp;</div><div><span><a title="Phil Han" target="_blank" href="http://twitter.com/PhilHanCNN"><span><em>PhilHanCNN</em></span></a>&nbsp;</span><em>@</em><a target="_blank" data-screen-name="emenschikova" href="http://twitter.com/emenschikova"><em>emenschikova</em></a><em> are you near <strong>Moscow</strong>'s Domodedovo airport? can you provide any information? for CNN ?</em></div><div>&nbsp;</div><div>Und w&auml;hrend der wenigen Minuten , in der ich diesen Text geschrieben habe, entstanden weitere Twitter-Kurzmeldungen, sogenannte Tweets. In 20er-Spr&uuml;ngen stieg die Zahl auf 220. Die alle im Kern nur drei Fakten zum Inhalt haben: Selbstmordattentat am Moskauer Flughafen Domodedovo, 23 Tote und 130 Verletzte.</div><div>&nbsp;</div><div>Weil es aber nicht nur einmal sondern vielmals gesagt wird, entsteht Bedeutung.</div><div><br />Damit ist Social Media irgendwie erkl&auml;rt.</div><div>&nbsp;</div><div>Ach, noch etwas: Die Zahl der ungelesenen Tweets ist mittlerweile auf 360 gestiegen. Nein, 380. Es ist aber auch schon 16 Uhr 19. Ich hab zum Schreiben etwas l&auml;nger gebraucht, weil dauernd die Alarmmeldungen klingelnd am iPad eintreffen.</div>
   ]]></description>
	<pubDate>Mo, 24 Jan 2011 00:00:00 +0000</pubDate>  
</item>  


<item>  
	<title><![CDATA[Internet auf der Überholspur]]></title>  
	<link>http://www.conclusio.at/de/comm_log_detail.asp?F_THEMA_ID=91</link>  
	<description><![CDATA[
<div>In den USA, dem Vorreiter der Medientrends, zeichnet sich eine lange erwartete Entwicklung ab. Das Internet als prim&auml;re Nachrichtenquelle hat gerade in der jungen Zielgruppe im Alter von 18 bis 29 Jahren den bisherigen Vorreiter Fernsehen abgeh&auml;ngt. Insgesamt konnte das Internet aber bei allen Altersgruppen aufholen. Die klassischen Medien wie Fernsehen, Zeitungen und Radio sind also zu &bdquo;alte Leute&ldquo; Medien geworden.</div><div>&nbsp;</div><div>Au&szlig;erdem hat sich in der <a target="_blank" href="http://people-press.org/report/689/">Studie des Pew Research Centers</a> gezeigt, dass Bildung und Wohlstand eine gro&szlig;e Rolle in der Mediennutzung spielen. Das Fernsehen kann demnach vor allem bei weniger gebildeten Haushalten mit weniger Einkommen punkten, w&auml;hrend das Internet vor allem bei reicheren und gebildeten Familien zum Zug kommt. (nem)</div>
   ]]></description>
	<pubDate>Mo, 17 Jan 2011 00:00:00 +0000</pubDate>  
</item>  


<item>  
	<title><![CDATA[Von Feen und Ärzten: Das verzerrte Berufsbild]]></title>  
	<link>http://www.conclusio.at/de/comm_log_detail.asp?F_THEMA_ID=90</link>  
	<description><![CDATA[
<div style="MARGIN: 0pt">Eine <a target="_blank" href="http://cgi.uni-muenster.de/exec/Rektorat/upm.php?rubrik=Forschung&amp;neu=0&amp;monat=201101&amp;nummer=13701">Studie</a> der Universit&auml;t M&uuml;nster zeigt, dass es deutliche Diskrepanzen zwischen der Darstellung von Berufen in fiktionalen TV-Serien und dem wirklichen Leben gibt.</div><div style="MARGIN: 0pt"></div><div style="MARGIN: 0pt"></div><div style="MARGIN: 0pt">&bdquo;Die Berufswelt in den Serien hat mit der Realit&auml;t wenig gemein&quot;, zitiert die <a target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/karriere/verzerrtes-berufsbild-im-tv-berufswunsch-arzt-so-wie-im-fernsehen-1.1043161">S&uuml;ddeutsche Zeitung</a> (die, wie andere Medien auch, gro&szlig; berichtetete) ein Sprecherin der Universit&auml;t: <em>&bdquo;W&auml;hrend fast jeder dritte der knapp 40 Millionen berufst&auml;tigen Deutschen im Jahr 2007 in der Produktion besch&auml;ftigt war, ist es in den Serien nur etwa ein Prozent. Dagegen arbeiten in den Serien je 30 Prozent in der Gastronomie und im Bereich der sonstigen Dienstleistungen. In der Realit&auml;t sind diese Berufsgruppen mit drei und sieben Prozent wesentlich&nbsp;kleiner.&ldquo;</em></div><div style="MARGIN: 0pt"></div><div style="MARGIN: 0pt">Wundert uns das? Es wundert uns h&ouml;chstens, dass dieses Problem erst jetzt &ndash; und nur f&uuml;r TV-Soaps &ndash; erkannt wird. Dabei wurde ja bereits in den <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grimms_M%C3%A4rchen">&bdquo;Kinder- und Hausm&auml;rchen&ldquo;</a> der Br&uuml;der Grimm eine verzerrte Berufswelt dargestellt: Feen, Prinzen, Hexen und Zwerge sind deutlich &uuml;berrepr&auml;sentiert.</div><div style="MARGIN: 0pt"></div><div style="MARGIN: 0pt"></div><div style="MARGIN: 0pt">Wie sich &bdquo;dieses verzerrte Bild der Berufswelt&ldquo; damals Anfang des 19. Jahrhunderts auf die Berufsvorstellungen Jugendlicher ausgewirkt hat, ist nicht &uuml;berliefert.</div>
   ]]></description>
	<pubDate>So, 16 Jan 2011 00:00:00 +0000</pubDate>  
</item>  


<item>  
	<title><![CDATA[Die Seele auf dem Tablett]]></title>  
	<link>http://www.conclusio.at/de/comm_log_detail.asp?F_THEMA_ID=89</link>  
	<description><![CDATA[
<div>Zeitungen m&uuml;hen sich, ihre Seelen in die Welt der Tablettrechner zu retten. Nur auf diesem Planeten wird langfristig ein Leben in W&uuml;rde m&ouml;glich sein. In der Papierwelt drohen Bedeutungsverlust und letztlich Untergang. Die Ressourcen, Leser und Inserenten, schmelzen dahin.</div><div>In dieser neuen Welt m&uuml;ssen die Zeitungen in einen neuen K&ouml;rper schl&uuml;pfen. Leider alle in den gleichen. Da gibt es kein Berliner und kein Tabloid, kein halbrheinisches und kein Schweizer Format mehr. Die Gr&ouml;&szlig;e bestimmt der Bildschirm, den die Leser noch dazu nach Belieben hoch oder quer halten k&ouml;nnen.</div><div>Die B&uuml;cher haben dieses Problem nicht. Sie waren &ndash; sieht man von opulenten Bildb&auml;nden ab &ndash; formatm&auml;&szlig;ig immer schon f&uuml;r den Bildschirm gemacht. Aber sie haben trotzdem eine Sorge. Eine gro&szlig;e Sorge. Auf diesem digitalen Medienplaneten sind Werknutzungsrechte nicht so leicht zu sch&uuml;tzen wie in der Papierwelt. Es wird ihnen auch weniger Respekt entgegengebracht, ja sie werden sogar generell in Frage gestellt.</div><div>So ist dieser wohl unvermeidliche Wechsel des Lebensraumes zwar mit vielen neuen M&ouml;glichkeiten verbunden, aber auch mit Selbstaufgabe und Verzicht auf Souver&auml;nit&auml;t. Das verwirrt. Und erkl&auml;rt auch die verwirrenden und verwirrten Gesch&auml;ftsstrategien der Asylwerber. Aber es hilft nichts: Entweder sie integrieren sich oder verwirken ihr Bleiberecht.</div><div></div>
   ]]></description>
	<pubDate>Sa, 15 Jan 2011 00:00:00 +0000</pubDate>  
</item>  


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